Hi Ihr,
wie der eine oder andere bereits mitgekriegt hat, ist hier schon lange nichts mehr passiert. Die Idee war ja, Leute zu vernetzen die sich für unübliche Projekte interessieren -- allerdings hat sich wohl herausgestellt, das sowas nicht wirklich in diesem Rahmen funktioniert. Zu den paar Sachen, die bisher über die Liste gelaufen sind, kamen dann auch genau die Leute die man eh schon kannte :)
Mein Fazit soweit: Internetplatformen, Vernetzung, Hokuspokus hin oder her, letztendlich muss man die Leute einfach persönlich kennen. Ich bin nach wie vor für jeden Unfug zu haben -- wenn also jemand Lust auf ein Projekt hat, dann schreibt mir einfach ne Mail, dann können wir mal bei nem Bier/Kaffee brainstormen. So funktioniert das eher, denke ich...
Die Seite & Facebookgruppe bleibt trotzdem erst mal da, weil das Logo so schön bunt ist, und natürlich kann auch weiter jeder der will Sachen über die Liste schicken.
Donnerstag, 3. Juni 2010
Mittwoch, 17. Juni 2009
Flyer
Weil viele der spannenden Projekte nur mit vielen Leuten funktionieren, wollte ich mal ein bisschen Werbung machen. Hab ein A4-Plakat und nen Flyer designt - ausdrucken und fröhlich an bekannte und nicht-so-bekannte Gesichter verteilen !
Plakat A4 (pdf)Flyer Vorderseite (pdf)
Flyer Rückseite (pdf)
Plakat A4 (pdf)Flyer Vorderseite (pdf)
Flyer Rückseite (pdf)
Sonntag, 7. Juni 2009
Start
So, die Idee ist klar, los gehts !
Falls ihr die Idee interessant findet:
Tragt euch in Facebookgruppe und Mailingliste ein, sagt dort vielleicht mal Hallo. Schaut euch evtl. die alten Hallos in der Mailinglisten-Gruppenseite an (siehe rechte Spalte). Und vor allem, schickt die Info weiter an alle potentiell interessierten Bekannten. The more, the merrier !
Wenn sich ein paar Leute angesammelt haben, (was erfahrungsgemäss eine Weile dauert), schickt doch Ideen, Meinungen etc. über die Liste. Gerne auch mal Live-Austausch bei einem Bier, wer Lust drauf hat.
Und weil die Frage aufkam: Das ist ein freies Netzwerk, es ist also vollkommen ok sich einfach mal auf die Liste zu setzen und zu schauen was so kommt. Allerdings, je mehr Leute aktiv an Projekten mitdiskutieren, desto wahrscheinlicher, das was bei rumkommt :)
Freu mich schon drauf,
Tobi
Kultur vs. Unfug
Damit mir hier keiner vor dem Begriff Kultur erschrickt: Ich studiere Physik, und gewinne damit wohl keinen Preis in schöngeistiger Bildung. Meine Erfahrungen in Kultur, so wie sie im Buche steht, beschränken sich neben Improtheater auf Ritter-und-Drachen-Spielchen in der 6ten Klasse (ich war der Drache). Trotzdem habe ich einen Mordsspass daran, neue Dinge auszuprobieren, und in irgendeiner Form kreativ zu werden. Wenn es dir genauso geht, und du offen für neues bist, bist du hier richtig.
Das wäre somit geklärt. Aber was gehört für mich überhaupt zu "Kunst, Kultur und Unfug" ?
Anstatt mich in irgendwelche Begriffsdefinitionen zu verstricken, liste ich einfach mal spontan ein paar Sachen auf, die für mich in diesen Rahmen passen. Das sind Dinge die entweder schonmal gemacht und für gut befunden habe, oder einfach mal ausprobieren wollte (nur um meine Motivation zu vermitteln, soll in keinem Fall das einzig mögliche sein)
- Die Lange Nacht der Geschichten (traditionell bei Sonnenwende). Jeder bringt ein paar Geschichten, Lieder, etc. mit. Am besten um Lagerfeuer, Kamin oder so.
- Public theatre, z.B. wie Improv Everywhere (insbesondere Fast-food Musical und die MP3-Experimente anschauen)
- Powerpoint Karaoke. Ist in letzter Zeit recht populär geworden - man hält eine Präsention, die man nicht kennt, und erklärt möglichst mutig.
- Street Art. Wir machen unsere Stadt schöner. Siehe z.B. Guerilla Gardeners, die nachts Verkehrsinseln bepflanzen oder politische Kunst a la Banksy (wenn man sowas denn kann).
- Improvisierte Geschichten. Wir improvisieren zusammen eine Geschichte, schreiben Briefe zwischen fiktiven Charactern, etc.
- Zeichnen für Unbegabte. Ich kann nicht zeichnen, scheiss drauf ! Wir malen trotzdem ein grosses Bild zusammen. Wird oft erstaunlich gut.
- Obskure Sportarten. Spiele oder Sportarten, die keiner kennt. Ausprobieren, scheitern, lachen.
- Live Krimi. Jemand bereitet einen Krimi (oder andere Geschichte) vor. Jeder erhält einen Zettel mit Rolle/Aufgaben, in der Stadt sind Hinweise versteckt. Das Rätsel muss gelöst werden...
- Kultur Sneak-Preview. Jemand bereitet einen Abend zu irgendeinem Thema vor, das keine Vorarbeit erfordert (z.B. Geschichten improvisieren). Leute melden sich an (ohne das Thema zu kennen), kommen, machen mit.
Fazit: Alles Dinge, die man typischerweise nicht tut. Die aber, mit ein bisschen Mut zum Unfug, eine Menge Spass machen!
Ein Netzwerk
"Das ist ja alles schön und gut", denkt sich der geneigte Leser an dieser Stelle, "aber was soll das jetzt bitte konkret heissen ?". Wenn sich der Leser das nicht denkt, dann ist er entweder a) nicht geneigt oder hat b) die Posts nicht brav in chronologischer Reihenfolge gelesen.
Um den Spannungsbogen gleich mal abzuschneiden: meine Idee ist, ein kleines Netzwerk für Mitmach-Kultur in Zürich zu schaffen. Das heisst, wenn irgendwer eine schräge Idee hat, kann er die hier vorstellen und übre das Netzwerk Leute suchen die mitmachen. Das Netzwerk besteht (neben diesem Blog) aus
- einer Facebook-Gruppe. Hier könnt Ihr euch eintragen könnt und schauen, wer noch so alles dabei ist. Dort kann auch Events erstellen und Gruppenmitglieder einladen.
- Zum Hallo-sagen, Ideen diskutieren, und spontanem irgendwas gibts eine Mailingliste. Alte Beiträge in der Mailingsliste kann man sich auf der Listen-Homepage anschauen.
Die ganzen Links zu Facebook-Gruppe und Mailingliste gibts in der Spalte rechts.
Mittwoch, 20. Mai 2009
Bridging the Beethoven-Bohlen gap
Als ich neu nach Zürich gekommen bin, hab ich gegoogelt. Das heisst, ich bin erst mal 5 Minuten vor der leeren Suchmaske gesessen. Nach was, bitte, sucht man denn schon, wenn man an "aktiver Kultur in Zürich" interessiert ist?
Rausgefunden hab ich das bis heute noch nicht. Jedenfalls nicht nach "aktive Kultur Zürich", denn da landet man bei CareerJet, die mir einen Job im Bereich "Compliance Kultur in der Qualitätssicherung" anbieten, was auch immer das sein soll. Ausserdem natürlich die erwartete Fülle an Kultur-Programmen über Oper, Museum, Kino, also das, was jeder Veranstaltungskalender gerne unter Kultur abdruckt.
Zum einen ist das natürlich wieder Passiv-Kultur. Aber klar, wenn man sich ein bisschen mehr anstrengt und bei Leuten herumfragt, findet man schon Laien-Theatergruppen, Musikprojekte und wasnichtalles.
Trotzdem: Die nach aussen sichtbare "Kultur" ist nicht nur passiv, sondern fällt immer genau in die selben Standardblöcke.
Kultur = Oper, Theater, Museum, Kino, Konzerte, und, wenn man mal nen ganz guten Tag hat, Fernsehshows. Daneben wirds schon schwierig. Warum eigentlich ? Ich finde ja, zwischen Germany's next Topmodel und der Zauberflöte ist noch genug Platz.
Dienstag, 19. Mai 2009
Was mich ja brutal nervt...
... ist dieses Konzept von "Kunst & Kultur" als professionelles Produkt, das man bestenfalls passiv konsumiert. Die Idee dahinter ist wohl: ein Buchautor kann besser Bücher schreiben, ein Schauspieler besser Theater spielen, und die Migros besser Aufbackbrötchen produzieren als ich. Letzteres hab ich ausprobiert. Gilt sogar für die meisten Backwaren.
Allerdings kann man sich auch fragen, was man denn von professioneller Aufbackkultur überhaupt hat. Frage: was bringt mehr Spass & Lebensqualität ?
- sich nen Gruselfilm anschauen / das Buch dazu lesen
- sich das Stück gegenseitig vorlesen
- selber Gruselgeschichten erfinden / improvisieren, und sich diese dann erzählen
Bei mir klar letzeres, gefolgt von Nummer 2. Obwohl die mit Sicherheit hundertmal schlechter, oberflächlicher und weissgottwas sind. Das ist aber anscheinend überhaupt nicht der Punkt, zumindest für mich nicht. Alles, was mir die Möglichkeit gibt, kreativ zu werden, und ein Stück der kleinen, absurden Fantasiewelt in meinem Kopf in die Wirklichkeit zu transportieren, DAS ist für mich Ku&Ku. Ist das wirklich so verquer gedacht ?
Anscheinend schon, denn hauptsächlich wählt man hier, und ich schliesse mich da ein, Nummer 1.
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